213.321

Verordnung
über die Organisation der Oberwaisenkammer *

(OWKV)

vom 16.03.2005 (Stand 01.01.2013)
Der Regierungsrat des Kantons Bern,

gestützt auf Artikel 52 Absatz 2 des Gesetzes vom 11. Juni 2001 über die öffentliche Sozialhilfe (Sozialhilfegesetz, SHG)[1],

auf Antrag der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion, *

beschliesst:
Art. *
Art. *
Oberwaisenkammer
1. Aufgaben
1

Die Oberwaisenkammer entscheidet an Stelle der Regierungsstatthalterinnen und Regierungsstatthalter über Beschwerden gegen Verfügungen der Sozialhilfebehörden der Burgergemeinde Bern sowie ihrer Zünfte und Gesellschaften.

Art. 3
2. Wahl und Organisation
1

Der Regierungsrat wählt auf unverbindlichen Vorschlag des Kleinen Burgerrates aus den Stimmberechtigten der Burgergemeinde Bern auf eine Amtsdauer von vier Jahren die Präsidentin oder den Präsidenten, zwei Mitglieder sowie zwei Ersatzmitglieder. *

2

Der Regierungsrat wählt auf unverbindlichen Vorschlag der Oberwaisenkammer aus den Stimmberechtigten der Burgergemeinde Bern auf eine Amtsdauer von vier Jahren die Sekretärin oder den Sekretär.

3

Die Oberwaisenkammer wählt aus ihrer Mitte die Vizepräsidentin oder den Vizepräsidenten.

Art. 4
3. Beschlussfassung
1

Die Oberwaisenkammer kann gültig verhandeln und beschliessen, wenn wenigstens drei Mitglieder anwesend sind.

2

Die Präsidentin oder der Präsident entscheidet über den Beizug von Ersatzmitgliedern.

3

Über vorsorgliche Massnahmen und betreffend die aufschiebende Wirkung von Beschwerden entscheidet die Präsidentin oder der Präsident.

Art. 5
4. Entschädigungen
1

Die Burgergemeinde Bern bestimmt die Entschädigung der Mitglieder und der Sekretärin oder des Sekretärs.

Art. *
Art. 7
Regierungsrat und Obergericht *
1

Die Oberwaisenkammer steht unter der Aufsicht des Regierungsrates.

2

Ist streitig, ob die Regierungsstatthalterin bzw. der Regierungsstatthalter oder die Oberwaisenkammer zuständig ist, entscheidet das Obergericht über die Zuständigkeit. *

Art. 8
Aufhebung eines Erlasses
1

Die Verordnung des Regierungsrates vom 10. November 1911 betreffend die burgerliche Vormundschaftspflege in der Stadt Bern (BSG 213.311) wird aufgehoben.

Art. 9
Inkrafttreten
1

Diese Verordnung tritt am 1. Juni 2005 in Kraft.

Bern, 16. März 2005

Im Namen des Regierungsrates

Die Präsidentin: Egger-Jenzer

Der Staatsschreiber: Nuspliger

Vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement genehmigt am 26. April 2005

05-24
  1. [1] BSG 860.1

Änderungstabelle - nach Beschluss

Beschluss Inkrafttreten Element Änderung BAG-Fundstelle
16.03.2005 01.06.2005 Erlass Erstfassung 05-24
29.10.2008 01.01.2009 Art. 7 Titel geändert 08-122
29.10.2008 01.01.2009 Art. 7 Abs. 2 geändert 08-122
27.10.2010 01.01.2011 Art. 6 geändert 10-108
24.10.2012 01.01.2013 Erlasstitel geändert 12-97
24.10.2012 01.01.2013 Ingress geändert 12-97
24.10.2012 01.01.2013 Art. 1 aufgehoben 12-97
24.10.2012 01.01.2013 Art. 2 geändert 12-97
24.10.2012 01.01.2013 Art. 3 Abs. 1 geändert 12-97
24.10.2012 01.01.2013 Art. 6 aufgehoben 12-97

Änderungstabelle - nach Artikel

Element Beschluss Inkrafttreten Änderung BAG-Fundstelle
Erlass 16.03.2005 01.06.2005 Erstfassung 05-24
Erlasstitel 24.10.2012 01.01.2013 geändert 12-97
Ingress 24.10.2012 01.01.2013 geändert 12-97
Art. 1 24.10.2012 01.01.2013 aufgehoben 12-97
Art. 2 24.10.2012 01.01.2013 geändert 12-97
Art. 3 Abs. 1 24.10.2012 01.01.2013 geändert 12-97
Art. 6 27.10.2010 01.01.2011 geändert 10-108
Art. 6 24.10.2012 01.01.2013 aufgehoben 12-97
Art. 7 29.10.2008 01.01.2009 Titel geändert 08-122
Art. 7 Abs. 2 29.10.2008 01.01.2009 geändert 08-122